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Die Europäische Union

Grundlagen

Im Jahr 2007 feierte die Europäische Union ihr 50jähriges Bestehen.
Am 25. März 1957 unterzeichneten die Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl die Römischen Verträge. Diese bilden bis heute den Kern der Europäischen Union.

Die Gründungsverträge der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS oder 'Montanunion', 1951), der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG, 1957) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM, 1957) bilden den Ausgangspunkt für das Vertragswerk der Europäischen Union.

Die Verträge wurden im Laufe der Jahre modifiziert und neuen Herausforderungen angepasst. Die wichtigsten Änderungen wurden

  • 1987 mit der Einheitlichen Europäischen Akte (EEA),
  • 1993 mit dem Vertrag über die Europäische Union (EUV, "Vertrag von Maastricht"),
  • 1999 mit dem Vertrag von Amsterdam
  • 2003 mit dem Vertrag von Nizza
  • 2009 mit dem Vertrag von Lissabon vollzogen.

(2007 unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs bereits den Vertragstext in Lissabon. Der neue Vertrag soll die Institutionen der EU modernisiert und ihre Arbeitsmethoden optimieren. Bis zur endgültigen Ratifizierung wurde es ein langer Weg. Mit der letzten Zustimmung der Tschechischen Republik kann der Vertag nun ab dem 1. Dezember 2009 in Kraft treten.)

DOWNLOAD: Übersicht Gesamteuropa, politisch (2009) EU - Gesamteuropa (pdf, 226.8 KB)

Die EU ist ein Verbund selbstständiger Staaten,

die sich verpflichtet haben,

  • in einigen Politikfeldern ausschließlich gemeinschaftlich zu handeln
  • in einigen Politikfeldern eng zusammenzuarbeiten und die Entscheidungen weitgehend aufeinander abzustimmen
  • in allen anderen Politikfeldern die Interessen der anderen Partner weitgehend zu berücksichtigenEntscheidungen weitgehend aufeinander abzustimmen
  • in allen anderen Politikfeldern die Interessen der anderen
    Partner weitgehend zu berücksichtigen

Die wichtigsten Prinzipien sind

  • sind Achtung der nationalen Identitäten
  • Achtung der Grundrechte
  • Achtung des Subsidiaritätsprinzips, Offenheit für weitere Mitglieder

Trotz Phasen der Stagnation und Krisen sind heute in der EU viele Punkte, die in der Gründungszeit der 50er Jahre als Ziel und Vision formuliert wurde verwirklicht worden. Dabei formten die Erweiterungen und die Ausweitung der Zuständigkeiten und der Integrationsdichte die Geschichte der EU immer wieder neu. In mehreren Etappen wuchs die Mitgliederzahl von sechs auf aktuell 27 Staaten.