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WISSEN AM VORMITTAG Landeszentrale für politische Bildung, Außenstelle Bremerhaven

„ … um die Stimmen der Frauen“

Plakatbeispiel aus der Ausstellung: CDU 1976, Quelle: Archiv der christl. demokr. Republik, St. Augustin
Plakatbeispiel aus der Ausstellung: CDU 1976, Quelle: Archiv St. Augustin

Vom Wahlrecht zur politischen Gestaltung: Präsentation zur Ausstellung über Frauenbilder der Parteien im Spiegel der Wahlplakate

09.04.2011, 11.00 Uhr, Lloydstraße 15 Bremerhaven

Vor 90 Jahren: Frauen durften 1919 das erste Mal in Deutschland wählen. Erst im selben Jahr wurde ihre staatsbürgerliche Gleichberechtigung in der Verfassung der Weimarer Republik verankert. Frauen stellen seitdem häufig die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung und können mit ihren Stimmen Wahlen deutlich beeinflussen.

Heute: 90 Jahre nach Inkrafttreten des Frauenwahlrechts liegt der Frauenanteil im Deutschen Bundestag bei 32 Prozent, in den Kommunalparlamenten bei durchschnittlich 25 Prozent. Noch immer gibt es in Deutschland Stadt- und Gemeinderäte, in denen keine Frau vertreten ist. Nur fünf Prozent der hauptamtlichen und ehrenamtlichen Bürgermeister in Deutschland sind Frauen und über 90 Prozent der derzeit 313 Landkreise in Deutschland werden von Männern geleitet.

Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Internationalen Frauentages sowie der Kommunalwahl Mai 2011 wird die Brücke geschlagen zwischen der Rolle von Frauen als Wählerinnen und der Rolle von Frauen bei der aktiven Gestaltung von Politik und Gesellschaft.

Die Volkshochschule Bremerhaven und die Landeszentrale für politische Bildung präsentieren gemeinsam historische und aktuelle Plakate von Reichs- und Bundestagswahlen, die dokumentieren, wie Parteien um die Gunst der Wählerinnen werben. Sie verdeutlichen Kontinuität und Wandel von Frauenbildern und informieren über geschlechtsspezifische Wahlkampfthemen.

"WISSEN AM VORMITTAG" thematisiert dieses Mal, wie es heute um das von Großmüttern und Urgroßmüttern hart erkämpfte politischen Erbe steht. Welche Einstiegswege und Erfahrungen machen Frauen, die sich als Lokalexpertinnen in Kommunalpolitik einbringen? Was sind Hürden und Herausforderungen? Wie kann an diesen Erkenntnissen ansetzend die kommunalpolitische Teilhabe von Frauen erhöht werden?

Als Bildungseinrichtungen haben sowohl die Landeszentrale für politische Bildung Bremen mit ihrer Außenstelle in Bremerhaven, als auch die VHS Bremerhaven den Auftrag, Bürgerinnen und Bürger zum kritischen Mitdenken anzuregen. Hierzu informieren beide überparteilich zu Grundwerten der Demokratie, gesellschaftspolitischen Fragen und vermitteln Kompetenzen, die eine Beteiligung ermöglichen sollen.

Referat und Gespräch
Referentin: Linda Blöchl, Leiterin der Außenstelle Bremerhaven, Landeszentrale für politische Bildung Bremen

Ort: VHS Bremerhaven/ Eintritt frei
VHS Bremerhaven

Informationen zur Ausstellung

und zum weiteren Begleitprogramm

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