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Europäischer Wirtschaft- und Sozialausschuss

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA)wurde 1957 durch den Vertrag von Rom gegründet. Der Ausschuß ist eine beratende Einrichtung aus Arbeitgeber, Gewerkschaften, Landwirte, Verbraucher und andere Interessensgruppen, die gemeinsam die „organisierte Bürgergesellschaft“ bilden. In politischen Gesprächen mit der Kommission, dem Rat und dem Europäischen Parlament legt der EWSA ihren Standpunkt dar und vertritt ihre Interessen. Bei Fragen, die die Wirtschafts- oder Sozialpolitik der EU betreffen, muss der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss jedoch angehört werden.

Dem EWSA gehören 344 Mitglieder an. Die Mitglieder werden in vier Gruppen unterteilt:

  • Gruppe I: Arbeitgeber
  • Gruppe II: Arbeitnehmer
  • Gruppe III: Verschiedene Interessen
  • Ohne Gruppenzugehörigkeit

DOWNLOAD Selbstdarstellung Wirtschafts und Sozialausschuss der EU (pdf, 141.5 KB)
Offizielle Website des Wirtschafts und Sozialausschuss (Englisch)

LandAnzahl der Vertreter
Deutschland, Frankreich, Italien, Vereinigtes Königreich24
Spanien und Polen21
Rumänien 15
Belgien, Bulgarien, Tschechische Republik, Griechenland, Ungarn, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden 12
Dänemark, Irland, Litauen, Slowakei, Finnland 9
Estland, Lettland, Slowenien 7
Zypern, Luxemburg 6
Malta5
INSGESAMT 344

Die Mitglieder werden von den EU-Regierungen vorgeschlagen, sind in ihrer Arbeit aber politisch völlig unabhängig. Ihre Amtsperiode dauert vier Jahre. Eine Wiederernennung ist zulässig.

Im Wesentlichen hat der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss drei Hauptaufgaben:

  • Er berät den Rat, die Kommission und das Europäische Parlament entweder auf deren Ersuchen oder auf eigene Initiative.
  • Er ermutigt die Bürgergesellschaft zu einer stärkeren Beteiligung an der politischen Entscheidungsfindung in der EU.
  • Er stärkt die Rolle der Bürgergesellschaft in Drittstaaten und unterstützt die Schaffung beratender Strukturen.