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Die Geschichte der Europäischen Union

Am 1. Januar 1958 ist der Vertrag von Rom in Kraft getreten. Mit ihm wurde der Grundstein der heutigen EU gelegt. Zwar war die EU zu Anfang vor allem als wirtschaftlicher Zusammenschluss konzipiert, doch hat sie sich nach und nach zu einer Organisation weiterentwickelt, die ihren Bürgern ein hohes Maß an sozialer Sicherheit bietet. Mit steigendem Lebensstandard wuchsen auch die Bemühungen der EU für mehr soziale Rechte. Die Förderung von Demokratie, Menschenrechten und der Zivilgesellschaft sowie die Bekämpfung der Diskriminierung rückten stärker in den Mittelpunkt.

Trotz Phasen der Stagnation und Krisen sind heute in der EU viele Punkte, die in der Gründungszeit der 50er Jahre als Ziel und Vision formuliert wurde verwirklicht worden. Dabei formten die Erweiterungen und die Ausweitung der Zuständigkeiten und der Integrationsdichte die Geschichte der EU immer wieder neu. In mehreren Etappen wuchs die Mitgliederzahl von sechs auf aktuell 27 Staaten.

Die Etappen in Kürze:

  • 1951: Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl wird von den sechs Gründermitgliedstaaten ins Leben gerufen
  • 1957: Der Vertrag von Rom schafft die Grundlage für einen gemeinsamen Markt
  • 1973: Die Gemeinschaft wächst auf neun Mitgliedstaaten an und entwickelt gemeinsame Politiken
  • 1979: Das Europäische Parlament wird zum ersten Mal direkt gewählt
  • 1981: Als erstes Mittelmeerland tritt Griechenland bei
  • 1993: Der Binnenmarkt wird vollendet
  • 1993: Durch den Vertrag von Maastricht wird die Europäische Union errichtet
  • 1995: Die EU wächst auf 15 Mitgliedstaaten an
  • 2002: Euro-Banknoten und -Münzen werden eingeführt
  • 2004: Zehn weitere Länder treten der EU bei
  • 2005: Der Versuch eine Verfassung für Europa einzuführen scheitert
  • 2007: Durch zwei weitere Betritte wächst die Zahl der Mitgliedsländer auf 27
  • 2009: Der Vertrag von Lissabon stellt die EU auf eine neue vertragliche Grundlage