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Mai 2017

Veranstaltungen in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen

Geflohen, vertrieben, angekommen!?

Ausstellung: Aspekte der Gewaltmigration des 20. und 21. Jahrhunderts

Öffnungszeiten der Ausstellung
vom 02.05. bis 24.05.2017
Mo.-Do. 09:00 - 20:00 Uhr sowie Fr. 09:00 - 18.00 Uhr
Ort: Volkshochschule Bremerhaven

Eröffnungsveranstaltung: Dienstag, 02.05.2017, 11:30 - 13:00 Uhr

Der Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Dietmar Werstler und die Direktorin der Volkshochschule, Dr. Beate Porombka, eröffnen die Ausstellung

Das Thema Flucht und Vertreibung mit aktueller Brisanz

Das Thema Flucht und Vertreibung hat in den vergangenen zwei Jahren eine enorme Aktualität erfahren, die bis dahin nicht vorstellbar gewesen wäre. Tausende Menschen erreichten täglich die Europäische Union: Flüchtlinge und Vertriebene aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten, aber auch aus Afrika und Südosteuropa suchen bei uns Schutz und menschenwürdige Lebensperspektiven.

Enorme Herausforderungen heute

Die aufnehmenden Länder stellt dies vor enorme Herausforderungen und Schwierigkeiten bei der Integration der Menschen in den Städten und Gemeinden, am Arbeitsplatz, in sozialen Einrichtungen und Schulen. Die Bilder in den Medien erinnern an die Trecks der Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg: Menschen, die ihre Heimat aus Angst vor Gewalt und Elend verlassen mussten und oft nicht mehr besaßen, als sie am Leibe trugen. Viele von ihnen hatten ihre Angehörigen verloren oder waren von den Kriegsereignissen traumatisiert.

Historische und europäische Perspektiven verbinden

Die Ausstellung lässt sich von den Fragestellungen der gegenwärtigen Problemlagen leiten, wobei die historisch- politischen Hintergründe des Themas den Bezugsrahmen abbilden. Ziel des historisch geprägten Teils der Ausstellung ist es, die Erinnerung an die Ereignisse der Flucht und Vertreibung der Deutschen von 1933 bis 1945/46 in einer europäischen Perspektive zu betrachten und die aktuellen Geschehnisse darzustellen. Dabei soll aufgezeigt werden, wie Mechanismen der Gewaltmigration funktionieren, aber auch, wie die Opfer dort, wo sie ankommen, mit ihrer neuen Situation zurechtgekommen sind.

Wissenschaftliche Begleitung der Ausstellung

Diese Ausstellung ist wissenschaftlich begleitet worden durch Prof. Dr. Jochen Oltmer, IMIS - Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück.
Veranstalterin: Volkshochschule in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Bremen

Niemals vergessen!

Zeitzeugengespräch über Flucht und Vertreibung im Zweiten Weltkrieg

Montag, 08.05.2017
19:00 - 21:00 Uhr
Ort: Volkshochschule Bremerhaven

Begleitprogramm zur Ausstellung "Geflohen, vertrieben, angekommen!?"

Zeitzeugengespräch: N.N.

Für die jüngere Generation in diesem Land sind die Themen Flucht und Vertreibung schwer zugänglich, daher bieten wir Ihnen ein Zeitzeugengespräch an, in dessen Zentrum die Geschichte einer Flucht aus ehemals deutschen Gebieten steht.
(Der geplante Gesprächspartner Christian Weber hat leider abgesagt. Aktuelle Informationen dazu hier an dieser Stelle).

Moderation: Anke Büttgen / Jutta Redlich, Volkshochschule Bremerhaven
Veranstalterin: Volkshochschule in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und der Landeszentrale für politische Bildung Bremen

Kindersoldaten

Vortrag zur Aktion "Red Hand Day" - "Rote Hand"

Mittwoch, 10.05.2017,
19:00 - 21:00 Uhr
Leitung: Anke Büttgen
Ort: Volkshochschule Bremerhaven

Begleitprogramm zur Ausstellung "Geflohen, vertrieben, angekommen!?"

Die Verantwortlichen zum Handeln bewegen

Schätzungsweise 250 000 Kindersoldaten gibt es weltweit. Die Dunkelziffer ist um ein vielfaches höher. Viele von ihnen erfahren in ihrem jungen Leben Gräueltaten und werden ihrer Kindheit beraubt. Sie schließen sich bewaffneten Gruppen oder Armeen an, da sie glauben, keine Perspektiven zu haben. Sie werden Opfer sexueller Gewalt und erleiden starke Traumata. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. engagiert sich aktiv gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Die UN-Kinderrechtskonvention hat formale Grenzen gesetzt, die Aktion "Red Hand Day" - "Rote Hand" hat das Ziel, mit vielen roten Händen und öffentlichen Aktionen, die Verantwortlichen zum Handeln zu bewegen.
Veranstalterin: Volkshochschule in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Bremen

DOWNLOADS

Flyer zur Ausstellung BHV im Mai 2017

Informationen und Veranstaltungen zur Ausstellung "Geflohen, vertrieben, angekommen!?" (pdf, 238.7 KB)