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Vortragsreihe "PARKEN AUF DEM PARTEITAGSGELÄNDE?"

Zum Umgang mit dem baulichen Erbe der NS-Gewaltherrschaft

Projekt Denkort Bunker Valentin: U-Boot-Bunker
Projekt Denkort Bunker Valentin: U-Boot-Bunker "Valentin" in Bremen-Farge (Foto:gedenkstaettenfoerderung.stiftung-ng.de)

Die Bedeutung der historischen Orte für das kulturelle Gedächtnis wird in der Öffentlichkeit stark diskutiert, insbesondere dann, wenn es sich um die materiellen Relikte der nationalsozialistischen Herrschaftsjahre handelt. Dies gilt für die Um- oder Neugestaltung der Flächen ehemaliger Konzentrations- oder Arbeitslager, wie im Fall der gerade neu eröffneten Gedenkstätte Esterwegen oder der im Aufbau befindlichen Gedenkstätte Lager Sandbostel. Dies betrifft ferner die baulichen Relikte der zum Teil bis heute genutzten Herrschafts- und Repräsentationsarchitektur des Nationalsozialismus, die in Nürnberg und München ebenso zu finden sind, wie in der ehemaligen Reichshauptstadt Berlin.

Materielle Relikte des Nationalsozialismus

Zu den Relikten der nationalsozialistischen Gewaltarchitektur, die heute noch die Topographie der Städte und Regionen prägen und die Frage nach einem angemessenen Umgang immer wieder neu stellen, gehören aber auch Befestigungsanlagen, Luftschutzbauten und verbunkerte Waffenfabriken als Überbleibsel einer damals flächendeckenden Rüstungs-und Kriegslandschaft.

Welche Bedeutung für die Erinnerung?

Fast 70 Jahre nach Kriegsende sind diese Spuren der NS-Gewaltpolitik oftmals überwuchert und überformt worden, imaginär wie real. In der Vortragsreihe soll anhand verschiedener Beispiele die Frage diskutiert werden, in welcher Weise die Geschichte dieser Orte und ihre Bedeutung für die NS-Gewaltgesellschaft wieder sichtbar gemacht werden können.

Vortragstermine

26. April 2012, 18.00 Uhr, Haus der Wissenschaft Bremen
Andreas Ehresmann, Gedenkstätte Lager Sandbostel:
"Conservation as found, Sanierung oder Rekonstruktion? Die Gedenkstätte Lager Sandbostel"

24. Mai 2012, 18.00 Uhr, Haus der Wissenschaft Bremen
Dr. Stefanie Endlich, freiberufliche Publizistin, Berlin:
"München, Nürnberg, Berlin: Zum Umgang mit nationalsozialistischen Großbauten nach 1945"

28. Juni 2012, 18.00 Uhr, Haus der Wissenschaft Bremen
Dr. Karola Fings, NS-Dokumentationszentrum Köln:
"Im Westen nichts Neues? Geschichtspolitik und Musealisierung am Beispiel der NS-Anlagen Westwall und "Ordensburg Vogelsang""

Veranstaltungsort

Haus der Wissenschaft
Sandstr. 4/5 - 28195 Bremen
Tel.: 0421 / 218 695 00

Anmeldung

Es wird um rechtzeitige Voranmeldung gebeten unter:
angela.cau@bunkervalentin.de
Telefon: 0421 / 361 25 55.

Kontakt

Dr. Christel Trouvé
Landeszentrale für politische Bildung
Referat "Denkort Bunker Valentin"
Osterdeich 6 - 28203 Bremen
Telefon: 0421 / 361 25 55
Fax: 0421 / 361 44 53
christel.trouve@bunkervalentin.de

HINWEIS:

Für den Herbst 2012 ist darüber hinaus ein Vortrag von Dr. Harald Kimpel (Kassel) zu "Bunker-Ästhetik" geplant.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des "Denkort Bunker Valentin":
www.denkort-bunker-valentin.de.

Kooperationspartner

Eine Vortragsreihe der Universität Bremen in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, dem Denkort Bunker Valentin und Erinnern für die Zukunft e.V.

DOWNLOAD

Vortragsreihe "Parken auf dem Parteitagsgelände" (pdf, 124.5 KB)