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Potenzielle Beitrittskandidaten

Alle anderen westlichen Balkanländer sind potenzielle Bewerber: Albanien , Bosnien und Herzegowina , Montenegro und Serbien einschließlich des Kosovo im Sinne der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrats . Die EU hat sich wiederholt auf höchster politischer Ebene zur EU-Mitgliedschaft der westlichen Balkanländer bekannt, sofern diese die Beitrittskriterien erfüllen. Wenig gute Noten stellt Brüssel Montenegro und Albanien aus. Das Reformtempo dieser Länder ist viel zu langsam.

In Albanien herrsche weiterhin ein "hochgradig konfrontatives Klima", heißt es im Kommissionsbericht.

In Bosnien-Herzegowina begegnen sich weiterhin muslimische, kroatische und serbische Politiker unversöhnlich. Das Land ist noch weit von einem demokratischen Staat entfernt.

Serbien hat bisher immer noch nicht die mutmaßlichen Kriegsverbrecher an das internationale Tribunal in Den Haag ausgeliefert. Die politischen Parteien in Serbien seien tief zerstritten, was die Umsetzung der notwendigen Reformen verzögere. Zusätzliche Anstrengungen müssten unternommen werden im Bereich Demokratisierung und Rechtstaatlichkeit.

Kosovo hat am 17. Februar 2008 seine Unabhängigkeit erklärt, was von zahlreichen Staaten, darunter dem bisherigen Mutterland Serbien, nicht anerkannt wird. Offiziell wird der Kosovo "gemäß UN-Resolution 1244" von der EU zu den "potenzielle Kandidatenländer" gezählt.
Allerdings verweigern die EU-Mitglieder Slowakei, Rumänien, Spanien, Griechenland und Zypern dem Kosovo bislang die Anerkennung.